Alles rund um Salat

Einfache Tipps und bunte Rezepte: So bringen Salate Vielfalt in deine Küche

Ein leckerer Salat ist mit wenigen Handgriffen gemacht: Grüne Blätter zupfen, Tomaten schneiden, zwei Esslöffel Öl dazu – schon ist er bereit für einen Imbiss am Badesee oder deinen Vorspeisenteller. Oft spielt Salat ganz bescheiden eine Nebenrolle: als schnelle Beilage für den bewussten Esser. Überlässt du dem Salat jedoch das Rampenlicht, überzeugt er als echtes Universalgenie. Ob deftig als Hauptgericht, süß zum Dessert oder kreativ in der „Salad Bowl“: Salate schaffen jeden Tag aufs Neue eine leckere Abwechslung.

Auf dieser Seite liest du die wichtigsten Informationen rund um Salat. Finde heraus, wie du Profi in Sachen Salatküche wirst, und lerne raffinierte Rezepte kennen. Du hast schon ein Lieblingsthema? Dann springe einfach direkt dorthin.

Was ist Salat?

Vorab eine kurze Erklärung: Das Wort „Salat“ kann für zwei verschiedene Dinge stehen. Einerseits sind mit Salat die Pflanzen gemeint. Typische Blattgemüse, wie Feldsalat und Eisbergsalat, aber auch Gurke und Tomate stehen auf der Liste der Salatpflanzen. Andererseits heißen auch kalte Speisen aus zerkleinertem Gemüse oder anderen Zutaten Salat. Deswegen können wir von Eiersalat, Fleischsalat oder Bulgursalat sprechen – auch wenn sie keine grünen Blätter enthalten.

Der Begriff „Salat“ stammt übrigens vom lateinischen Wort „salus", was „gesalzen" bedeutet.

Was kann Salat und was ist drin?

Blattsalate machen in Vorspeisen, Hauptgerichten oder Desserts eine gute Figur: Sie enthalten kaum Kalorien, aber viel Wasser und sind dabei sehr sättigend. Nebenbei liefern sie Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Flavonoide oder Phytosterine. Auch ihr Anteil an Folsäure ist im Vergleich zu anderen Gemüsen besonders hoch. Der Nährstoffgehalt von Salaten kann stark variieren: Sorten wie Chicorée oder Radicchio sind zum Beispiel für ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen bekannt.

 

 

Wenn du Blattsalate saisonal konsumierst, sind sie besonders reich an Nährstoffen.

 

 

Welches Salatblatt passt zu welchem Gericht?

Was bei der Salatküche besonders viel Spaß macht: Nicht alle Blattsalate sind gleich. Im Gegenteil – sie haben sehr unterschiedliche Geschmacksrichtungen, Texturen und Farben. Wenn du diese Gegensätze zu nutzen weißt, kannst du ganz einfach mit eigenen Kreationen spielen. Mildere Salatsorten wie Kopfsalat oder Eisbergsalat brauchen zum Beispiel einen intensiv schmeckenden Gegenspieler im fertigen Gericht. Du kannst sie gut mit kräftigen Salatdressings und Essigen kombinieren. Oder du bringst sie mit geschmackvollen Blattsalaten wie Rucola und Lollo Rosso zusammen. Es gibt einige Salatsorten, die ziemlich robust sind: Romana Salat oder Radicchio zum Beispiel. Sie können es gut vertragen, wenn du sie zu warmen Gerichten hinzu gibst. Romana Salat kannst du sogar auf den heißen Grill legen und durchgaren. Geschmacksintensivere Salate wie Rucola oder Chicorée vertragen sich auch mit intensiv schmeckenden Zutaten: Würzige Käse und Nüsse oder etwas süßes Obst als Kontrast.

 

 

Werde bei den Zutaten kreativ: Gegensätze wie süß und bitter sorgen für besondere Geschmackserlebnisse und ergeben spannende Gerichte.

 

 

Salat richtig waschen – so geht’s

Deine Blattsalate solltest du immer gründlich waschen, bevor du sie zubereitest. Salate wachsen bodennah, also können sie Erde oder Staub an sich tragen. Häufig verstecken sich zwischen den einzelnen Blättern auch kleine Sandkörner. Deinen Salat gründlich zu waschen ist also absolut notwendig. 

Zum Waschen füllst du am besten dein Spülbecken mit reichlich kaltem Wasser. Entferne zuerst welke Blätter am Salatkopf und – je nach Salat – den harten Stiel in der Mitte. Die essbaren Blätter deines Salates solltest du gründlich spülen und danach noch kurz an der Wasseroberfläche ruhen lassen. So sinkt auch der letzte Sand oder Schmutz zu Boden. Nasser Salat welkt schneller und verwässert dein Gericht. Am einfachsten löst du das Problem mit einer Salatschleuder. Ansonsten genügt es auch, die Blätter zum Trocknen einzeln in einem Sieb zu schütteln. Mit einem Handtuch kannst du übrig gebliebene Nässe aufnehmen.

Salatsaison: Wann gibt’s welchen Salat?

Erntefrische Blattsalate bekommst du das ganze Jahr über: Im Sommer ist die Auswahl größer – aber auch im Winter werden leckere Sorten reif. Salatpflanzen sind wesentlich geschmacksintensiver und vitaminreicher in den Monaten, in denen sie auch Saison haben.

Klassische Wintersalate sind zum Beispiel der Feldsalat, Chicorée oder Radicchio. Im Sommer kommen Rucola, Lollo Rosso oder Eisbergsalat frisch auf die Märkte.

Salatvariationen: Sehr lecker – auch ohne grüne Blätter!

Natürlich brauchst du nicht unbedingt grüne Blattsalate, um zu jeder Jahreszeit leckere Salatgerichte zu essen. Salate ohne Salatblätter haben ein festes Zuhause in vielen Heimatküchen. Deswegen findest du bei den Salaten auch jede Menge regionale Variationen vor. Schmackhafte Gerichte wie zum Beispiel Nudel- oder Kartoffelsalate ergänzen großartig deine Grillparty oder dein Geburtstagsbuffet. Probiere doch einmal dieses Rezept für Schwäbischen Kartoffelsalat.

 

 

Kleine Blattsalat-Kunde: Vom Kopfsalat zum Rucola

In unserer kleinen Salatkunde stellen wir dir acht leckere Blattsalate vor. Wir verraten dir, wie du die verschiedenen Sorten am besten zu Hause lagerst und zu welchen weiteren Zutaten sie gut passen. 

Kopfsalat (Buttersalat): Der Klassiker

Der Kopfsalat ist wegen seines feinen, fast „buttrigen“ Geschmacks beliebt. Seine zarten Blätter sind sehr empfindlich, deshalb welkt er schnell: Länger als ein bis zwei Tage kannst du ihn nicht im Kühlschrank aufbewahren. Um ihn länger frisch zu halten, wickele ihn am besten in ein feuchtes Küchentuch. Der Kopfsalat passt gut zu würzigem Dressing und Essigen: Kombiniere ihn zum Beispiel mit Altmeister Kräuteressig oder einem French Dressing. Auch geschmacksintensivere Salate wie Radicchio geben ihm leckeren Pepp, wenn du sie daruntermischst.

Eisbergsalat: Der Knackige

Im Sommer hat der Eisbergsalat seine Sternstunde: Er erfrischt trotz hoher Temperaturen und bleibt dabei lange knackig. Sein Name hat jedoch einen anderen Ursprung: Er ist abgeleitet von dem Eis, auf dem er früher während des Transportes aus Nordamerika gelagert wurde. Im Kühlschrank kannst du ihn gut eine Woche lagern. Er verträgt kräftig schmeckende Dressings in der Kombination, zum Beispiel mit Kräuter Essig. Klassischerweise frischt er Gerichte wie Burger und Wraps auf.

Römersalat/Romana: Das Allroundtalent

Der Römersalat ist eine Vitaminbombe und hat seinen Ursprung in Italien. Zu kulinarischer Berühmtheit gelangte er allerdings in den USA: Der weltbekannte amerikanische Ceasar Salad besteht klassischerweise aus Romanasalat. Im Gemüsefach kannst du ihn drei bis vier Tage aufbewahren. Wickle ihn dazu am besten in feuchtes Küchenpapier. Romanasalat verträgt sich mit allem gut: Cremige Dressings, klassische Vinaigrette, würziger Käse – sogar warme Suppen oder ein paar Minuten auf dem Grill machen ihn nur noch besser. Um den Romana Salat zu grillen, musst du nur die Salatköpfe der Länge nach halbieren und mit der Schnittseite nach unten auf den heißen Grill legen. Gare sie so lange, bis die Blätter eine leicht bräunliche Färbung annehmen – so bekommen sie den typischen Grillgeschmack. Der geröstete Romana schmeckt sehr aromatisch und eignet sich hervorragend als Grillbeilage. Du kannst ihn zum Beispiel mit etwas Dressing und Parmesankäse servieren.

Lollo (Rosso/Bianco): Der Krauskopf

Den Lollo findest du auf dem Feld dunkelrot mit grünen Stielen (als Lollo Rosso) oder grasgrün (als Lollo Bianco) vor. Der krause Italiener wächst nicht in Salatköpfen, sondern in offenen Rosetten. Er schmeckt kräftig bis bitter. Eingewickelt in feuchtes Küchenpapier lässt er sich drei bis vier Tage im Kühlschrank lagern. Der Lollo „schluckt“ wegen seiner Struktur etwas mehr Dressing als üblich. Dies darf auch gern kräftiger schmecken. Aber auch kurzes Angaren in der Pfanne übersteht der Lollo problemlos.

Chicorée: Der Herbe

Chicorée ist ein klassischer Wintersalat. Die weißen Blätter liefern während der kalten Jahreszeit Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Kalzium. Der Chicorée-Geschmack ist eher herb bis bitter. Bis zu vier Tage lang kannst du ihn gut im Kühlschrank lagern. In deiner Salatküche kannst du mit Chicorée sehr kreativ werden: Er passt gut zu Zitrusfrüchten, Käse, Nüssen oder deftigen Wintergerichten. Auch gedünstet mit etwas Butter schmeckt er gut.

Radicchio: Der Intensive

Der Radicchio zeichnet sich durch seine intensiv dunkelrot-weiß gemaserten Blätter aus. Er hat eine knackige Struktur und schmeckt eher bitter. Lange lagern lässt er sich nicht so gern: Am besten wickelst du ihn locker in Papier ein und verzehrst ihn innerhalb von ein bis zwei Tagen. Der Radicchio ergänzt milder schmeckende Blattsalate. Gedünstet passt er gut in Pastasoßen oder zu Reisgerichten.

Feldsalat (Rapunzelsalat): Der Zarte

Der Feldsalat besteht aus zarten, buttrigen Blättern mit nussigem Aroma. Er ist im Winter erntereif und liefert dir in dieser Zeit viel Vitamin C, Beta-Karotin, Eisen und andere Nährstoffe. Seine empfindlichen Blätter sind schwierig zu lagern und welken schnell. Lege sie am besten in einem Frischhaltebeutel in den Kühlschrank. In Kombination mit klassischer Vinaigrette oder auch aromatisierten Essigen schmeckt der Feldsalat besonders gut.

 

Rucola: Der Nussige

Rucola ist lieber der Star der Show als nur Statist: Er hat ein stark nussiges bis scharfes Aroma und ist aus der italienischen Küche bekannt. Lange haltbar ist Rucola nicht. Am ehesten überlebt er ein bis zwei Tage luftig verpackt im Frischebeutel. Er verfeinert bunten Salat, Pasta oder Pizza – und lässt sich zu leckerem Pesto verarbeiten.

 

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Salatdressing einfach selber machen

Ein gutes Salatdressing hält dein Gericht zusammen: Es unterstreicht den Geschmack der einzelnen Zutaten und erzeugt spannende Gegenpole. Deine eigenen Dressings kannst du schnell und unkompliziert herstellen.

 

Die Formel für jedes Salatdressing:
Säure, Fett, Gewürz

 

Merke dir dieses Grundrezept und erfinde deine eigenen Kreationen: Für ein leckeres Dressing brauchst du einen Teil Essig, drei Teile Öl und Gewürze. Je nach Geschmack kannst du noch eine süße Komponente (Honig, Früchte usw.) oder einen Emulgator (Senf, Eigelb, Knoblauch) hinzufügen. In unserem Special über Salatdressing findest du jede Menge Informationen und Dressingrezepte von superschnell bis raffiniert.

Salat-Vielfalt: Beliebte Zutaten ohne Blätter

Viele leckere Salat-Gerichte kannst du auch ohne grüne Blätter zubereiten. Damit dein Blattsalat niemals langweilig wird, kannst du ihn mit weiteren Zutaten ergänzen: Gemüsesorten wie Rote Bete, Kidney-Bohnen, Karotten oder Brokkoli enthalten wertvolle Nährstoffe und sorgen für Abwechslung auf dem Teller.

Knusprige Toppings liefern dir spannende Texturen: Versuche es doch einmal mit Sesam, Kürbiskernen oder Croutons. Mit proteinreiche Zutaten machst du deine Mahlzeit reichhaltiger. Zu deinem bunten Salat passen zum Beispiel Streifen aus Hähnchen- oder Rindfleisch sehr gut. Vegetarier greifen hier gern zu Alternativen wie Halloumi, Tofu oder Ziegenkäse.

 

Salad Bowls kannst du dir individuell zusammenstellen - ganz ohne Rezept!

 

Der Trend: Salatbowls

Bei Bowl-Gerichten landen verschiedene Zutaten unvermischt in einer Schüssel (englisch „Bowl”). Der Trend ist in den USA entstanden und inzwischen in vielen deutschen Restaurants und Heimatküchen zu finden. Mit einer Salad Bowl kannst du dich kreativ austoben: Lege verschiedene Blattsalate, gedünstetes oder rohes Gemüse, Obst, Fleisch oder Kohlenhydrate in eine Schüssel. Ein leckeres Dressing hält das Gericht zusammen. Erlaubt ist alles, was dir Spaß macht und deine Sinne anspricht: Bei verschiedenen Farben und Texturen auf dem Teller isst auch das Auge gerne mit. Dir fehlt noch Inspiration? Hier haben wir zum Beispiel ein winterliches Salatbowl-Rezept für dich:

 

3 leckere Salatrezepte

Mit Salat kannst du jede Menge vielseitige und leckere Gerichte zubereiten. Wir haben einige tolle Rezeptideen für dich zusammengestellt:

5 Tipps für Salat

  1. Nutze die ganze Salat-Vielfalt 
    Mit Salaten kannst du dich jeden Tag abwechslungsreich ernähren und vor allem selbst kreativ werden. Kontraste in deiner Zutatenliste sorgen später für Spannung auf dem Teller: Kombiniere intensiv schmeckende mit milderen Blattsalaten, süße und bittere Zutaten, weiche mit knackigen Texturen. Das freut das Auge und den Gaumen.
     
  2. Mache dein Dressing selbst 
    Eine einfache Vinaigrette ist superschnell gemacht: Ein Teil Essig, drei Teile Öl und etwas Salz und Pfeffer – so einfach unterstreichst du den Geschmack deiner Zutaten. Mit weiteren Gewürzen oder Kräutern kannst du nach Belieben experimentieren. Fertige Dressings bringen eventuell Zusätze mit, die du in deinem Salat nicht haben willst: Teilweise enthalten sie Konservierungsstoffe, Bindemittel oder versteckte Zucker.
     
  3. Kaufe deine Blattsalate saisonal
    Frisch geerntete Blätter sind geschmacksintensiver als Salate aus dem Treibhaus. Zudem gehen die wertvollen Vitamine und Pflanzenstoffe im Salat bei zu langer Lagerung verloren. Das beste Gemüse bekommst du, wenn du es saisonal einkaufst. Der Jahreszeitenwechsel sorgt zusätzlich für Abwechslung auf deinem Speiseplan. Einen Saisonkalender für Obst und Gemüse findest du hier gratis zum Download.
     
  4. Lagere deinen Salat richtig 
    Blattsalate solltest du bald nach dem Kauf zubereiten. Denn sie verlieren schnell ihre wertvollen Nährstoffe. Je zarter die Blätter, desto kürzer ist auch die Überlebensdauer deines Salats. Lege Blattsalate stets in das Gemüsefach deines Kühlschranks. Die empfindlichen Blätter vom Feldsalat oder Rucola bleiben länger frisch, wenn du sie zusätzlich in einen Frischhaltebeutel einpackst.
     
  5. Lass deine Salate nachwachsen
    Einmal gekauften Salat kannst du mehrmals ernten! Dafür brauchst du kein eigenes Gewächshaus: Hebe einfach die Strünke von Sorten wie Eisbergsalat, Kopfsalat oder Romana auf. Stelle sie mit einem flachen Wasserglas an einen sonnigen Platz und wechsle die Flüssigkeit einmal pro Tag. Mit etwas Geduld wachsen aus deinen übrig gebliebenen Salat-Strünken neue Blätter.

Der Alleskönner Salat bringt  jede Menge Abwechslung in deine Heimatküche. Mit wenigen Tricks kannst du jeden Tag ausgewogene Mahlzeiten nach deinen eigenen Wünschen zubereiten. Werde einfach mit deinen Lieblingszutaten kreativ. Adieu, langweilige Salatbeilagen!

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