Verpackungen bei Hengstenberg

Alles rund um unsere Verpackungen, Verpackungsmaterialien und Recycling

Unser Grundgedanke: Wir setzen einen hohen Anteil an Recyclingmaterialien bei der Verpackung ein und unterstützen unsere Kunden aktiv durch Hinweise zur richtigen Mülltrennung.

Für den Schutz und die Haltbarkeit unserer Hengstenberg-Produkte verwenden wir unterschiedliche Verpackungen und Materialien. Uns ist wichtig, dass unser Verpackungsmaterial einen hohen Recyclinganteil hat oder recycelbar ist. Woraus unsere Verpackungen bestehen? Das erfährst du hier.

Unsere Anforderungen an die ideale Verpackung

Damit wir die Qualität unserer Produkte bewahren, verwenden wir unterschiedliche Verpackungsmaterialien. Und um unsere Umwelt nicht zu belasten, achten wir bei unseren Verpackungen auf Nachhaltigkeit.

Dafür haben wir ganz konkrete Anforderungen an unsere Verpackungen: Sie sollen aus einem hohen Anteil an recyceltem Material bestehen und recycelbar sein. Im Zentrum unseres Handelns steht die Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates (EU) 1935/2004. Sie gibt vor, welche Materialien und Gegenstände mit Lebensmitteln in Berührung kommen dürfen. Des Weiteren regelt die Verordnung (EU) 10/2011, wie Kunststoffe als Verpackungen einzusetzen sind. Selbstverständlich existieren auch für andere Verpackungsarten Regelungen. Wir stellen selbstverständlich sicher, dass wir alle Verordnungen einhalten, um dir den vollen Genuss unserer Produkte zu garantieren.

Alle bei Hengstenberg eingesetzten Verpackungsmaterialien lizenzieren wir über ein duales System, das sich an den gesetzlichen Wiederverwertungsvorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes orientiert. Bei unseren Verpackungsmaterialien setzen wir bereits heute einen hohen Anteil an Recyclingmaterialien ein. Doch das allein reicht uns nicht:

Wir wollen den Recyclinganteil unserer Verpackungen künftig steigern, um dem Ziel einer Kreislaufwirtschaft näher zu kommen.

Woraus bestehen unsere Verpackungen?

Unsere Verpackungsmaterialien stammen grundsätzlich aus Europa. Viele unserer Lieferanten sind entweder direkt in Deutschland angesiedelt oder kommen aus den umliegenden Ländern – so sparen wir zusätzlich Transportwege ein. Welche Materialien wir explizit verwenden, zeigt dir die folgende Tabelle.

  Recyclinganteil (%) Recyclingfähigkeit 
Kartonage 100 % Altpapier ohne Chlorbleiche Sehr hoch
Trays 100 % Altpapier ohne Chlorbleiche Sehr hoch
Kartonzwischenlagen 100 % Altpapier ohne Chlorbleiche Sehr hoch
Etikettenpapier 0 %   
Behälterglas 60 % Altglas Sehr hoch
Konservendosen 94 % Recycling-Stahl Sehr hoch
Aluminiumtuben 75 % Recycling-Aluminium Sehr hoch
PE-Kanister 0 %  hoch
PET-Flaschen 50 %  hoch

Worauf wir beim Verpackungsmaterial achten

Besondere Bedeutung hat für uns der Schutz des Waldes. Deshalb setzen wir bei unseren Kartonagen ausschließlich FSC-Mix-Papiere ein und verzichten auf Chlorbleiche. Ein weiterer Nachhaltigkeitsfaktor bei unseren Verpackungen ist das  Verpackungsgewicht: Wir haben unsere Materialien geprüft und ihr Gewicht reduziert. So sparen wir Ressourcen bei der Herstellung, beim Transport und bei der Verarbeitung der Verpackungsmaterialien ein. Der Prozess, Verpackungsmaterial zu reduzieren oder einzusparen, schreitet kontinuierlich fort.

Recycling ist uns wichtig

Egal ob bei der Produktentwicklung oder bei neuen Produktkonzepten – Recycling ist uns wichtig. Genauso wie die Trennung von Müll, denn das ist für uns aktiver Umweltschutz. Wir haben Trennhinweise und Piktogramme auf unseren Produktverpackungen eingeführt und unterstützen unsere Kunden damit bei der Mülltrennung. Wir tragen aktiv dazu bei, die Recyclingquoten der jeweiligen Verpackungen zu erhöhen – so kommen Wertstoffe zurück in den Stoffkreislauf. Das ist Recycling.

Warum wir PET-Flaschen anbieten

Unsere Produkte sollen in der täglichen Anwendung pragmatisch und für jeden einfach einsetzbar sein. PET bietet als Verpackungsmaterial viele Vorteile:

  • Das Material hat ein nur geringes Eigengewicht und ist nicht zerbrechlich.
  • Es ist zu 100 % recycelbar. Du kannst das PET also problemlos entsorgen und es eignet sich hervorragend zum uneingeschränkten Recycling über das System „Grüner Punkt“.

Das von uns eingesetzte PET entstammt einer innovativen Generation von besonders hochwertigen und festen Kunststoffen. Es erfüllt selbstverständlich alle rechtlichen Vorgaben an eine Lebensmittelverpackung. Außerdem führen wir regelmäßig Untersuchungen der in PET abgefüllten Lebensmittel durch. Auch eine strenge sensorische Kontrolle gehört zu unserem Standard.

Wir verwenden rPET-Flaschen aus 50 % recyceltem Material

Seit Januar 2021 bestehen unsere PET-Flaschen zu 50 % aus recycelten PET-Flaschen: unsere sogenannten rPET-Flaschen.

Alle wichtigen Fragen und Antworten rund um recyceltes PET, den Herstellungsprozess und den Einsatz im Lebensmittelbereich findest du hier:

Für die Herstellung unserer rPET-Flaschen mahlen wir bereits gebrauchte PET-Flaschen und reinigen sie anschließend in einem Laugenbad. Dabei sinken Verschlussbestandteile und andere fremde Stoffe ab. Auch andere Kunststoffarten oder falschfarbige Bestandteile werden abgetrennt – dadurch steigt die Reinheit der so erhaltenen „Flakes“. Nach weiteren Reinigungsschritten und einer Extrusion entsteht Granulat, sogenannte Pellets, die in ihrer Reinheit zu 95 % einer Neuware entsprechen. Im letzten Schritt verarbeiten wir die Pellets zu unseren rPET-Flaschen.

Unser rPET ist ein Polyrezyklat aus dem Schweizer Sammelsystem. An verschiedenen Sammelorten – zum Beispiel öffentliche Stellen, aber auch in Büros – werden bereits gebrauchte PET-Flaschen in über 200.000 Containern gesammelt. Sie sind nach Farben vorsortiert: klar, blau, grün und braun. Bei der Herstellung unseres rPET setzen wir ausschließlich dieses Material ein. Auf Kunststoffverpackungen aus dem gelben Sack verzichten wir vollständig, denn: Die Gefahr von Fremdbestandteilen wäre viel zu hoch, außerdem ist das erhaltene Rezyklat für den Lebensmittelbereich nicht geeignet.

Wir verwenden als Ausgangsmaterial für unser rPET-Flaschen ausschließlich bereits gebrauchte PET-Flaschen. Nach ihrer Verarbeitung entsteht Granulat, das in seiner Reinheit quasi der Neuware entspricht: sie liegt über 95%. Die Einhaltung der Grenzwerte für Spurenkomponenten überwachen wir gaschromatographisch. Übrigens: Das beschriebene Verfahren ist durch die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA geprüft und für den Lebensmittelbereich freigegeben. Für dich als Verbraucher heißt das: Unsere rPET-Flaschen sind völlig unbedenktlich.

Unsere hochwertigen Essig-Produkte liegen uns am Herzen. Und deshalb auch die Sicherheit des Verpackungsmaterials. Deshalb prüfen wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch geeignete Analysen genau. Auch gegen eine längere Lagerung von Essigen in Flaschen mit 50% rPET spricht aus unserer Sicht nichts.

vPET wird aus Erdölbestandteilen gewonnen und war vorher noch nicht im Einsatz. rPET sind PET-Verpackung, die zu einem Anteil aus PET-Flaschen bestehen, die bereits als Verpackung von Mineralwasser, Erfrischungsgetränken oder anderen flüssigen Lebensmitteln im Einsatz waren.

Grundsätzlich ist weltweit zu wenig PET-Rezyklat verfügbar. Auch können bestimmte PET-Flaschen nicht wieder verwendet werden, zum Beispiel „gesleevte“ Flaschen (Flaschen mit einer zusätzlichen äußeren Schrumpffolie), denn die Sortiersystemen erkennen sie nicht.

Im Prinzip können wir PET unendlich oft wiederverwenden. Da jedoch die Reinheit mit der Zeit abnimmt, wir auch neues Material (vPET) in den Recycling-Prozess eingespeist. Auf diese Weise entsteht ein Endprodukt, das den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Sehr hoch, und zwar: PET-Flaschen sind zu 100 % recyclingfähig.

Ja, unser rPET entstammt dem Schweizer Sammelsystem.

Nein, unser rPET entstammt dem Schweizer Sammelsystem. In China gesammeltes PET verwenden wir nicht.

Der große Vorteil von Rezyklat bei der Herstellung von rPET liegt in der Ressourcenschonung. Das bedeutet: Durch die Verwendung von bereits existierendem PET entfällt die energieaufwändige Herstellung von vPET aus Erdölbestandteilen teilweise. Unter energetischen Aspekten können sich je nach Vergleichsprodukt unterschiedliche Resultate ergeben. Im Falle unseres rPET leisten auch die kurzen Transportwege vom Hersteller in unser Produktionswerk einen positiven Beitrag zur Verringerung der verursachten CO2-Emmissionen – etwa durch LKW-Transporte von Verpackungen. 

Nein, bislang gibt es noch keine rechtliche Verpflichtung, einen bestimmten Anteil an rPET in Getränkeflaschen zu verwenden. Im Rahmen der Plastikstrategie der EU liegen die Ziele für die nächsten Jahre jedoch bereits vor:

  • Die angestrebte Recyclingquote an Getränkeflaschen soll bis 2025 77%, bis 2030 90% betragen.

  • Das Ziel für den Anteil an rPET in Getränkeflaschen soll bis 2025 25%, bis 2030 30% betragen..

Quelle: Richtlinie (EU) 2019/904 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2019 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt

Im Deutschen Recyclingsystem werden Flaschenrückläufer aus dem Pfandsystem zur Herstellung von rPET genutzt. Gemischte Plastikverpackungen, die im gelben Sack entsorgt werden, kommen nicht zum Einsatz. In Europa gibt es auch andere Sammelsysteme, so z.B. in Belgien, wo PET-Flaschen separat gesammelt werden („blauer Sack“). Rezyklat kann somit in Europa aus unterschiedlichen Systemen stammen.

Bislang entsteht unsere Altmeister-Flasche aus noch nicht eingesetztem vPET, also aus neuem PET. In der Regel wird sie bislang über den gelben Sack entsorgt und ist daher dem Recycling nicht zugänglich. Da es in Deutschland noch kein Pfandsystem für PET-Flaschen gibt, können wir leider momentan noch keine Rückführung in den PET-Kreislauf ermöglichen. Aber wir helfen der Umwelt trotzdem, indem wir neuen Flaschen einen 50%-igen Anteil an rPET beigeben.

So entsorgst du unsere Verpackungen

Um unsere Verpackungen dem richtigen Wertstoffkreislauf zuzuführen und zur nachhaltigen Nutzung dieser Rohstoffe beizutragen, ist es wichtig, unsere Verpackungen korrekt zu entsorgen. Und hier benötigen wir deine Unterstützung:

Unsere Gläser entsorgst du über die Altglas-Sammelcontainer in deiner Nähe. Im Optimalfall wirfst du die Gläser ohne Deckel in den Container. Den Deckel entsorgst du, wie auch unsere Beutel, Dosen und 750ml PET-Flaschen, über den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne. Bitte achte darauf, die Gläser bei der Entsorgung farblich zu trennen – nur so entsteht nach dem Schmelzen wieder farbechtes Glas.

Bei allen Verpackungen genügt es, sie „löffelrein“ zu entsorgen. Du musst sie nicht ausspülen – das ist in vielen Fällen Wasser- und Energieverschwendung.

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