Bayerische Brotzeit mit Obadzda

Wie du eine bunte Brotzeitplatte mit hausgemachtem Obadzda, luftiger Nussbutter und leckeren Beilagen zauberst

  • 20 min.
  • Leicht
  • 3 Personen
1.

Der Obadzda

Obadzda ist superlecker und schnell zubereitet: Schäle eine Schalotte und schneide sie in feine Würfel. In einer großen Schüssel zerdrückst du den Camembert (mit einem Holzlöffel oder einer Gabel). Gib nun nach und nach das Bier deiner Wahl, zum Beispiel Weißbier, die Zwiebelwürfel und die weiche Butter hinzu. Vermenge die Käsemasse, bis alles gut durchmischt ist. Anschließend kommen fein geschnittener Schnittlauch und die Gewürze hinzu: eine Prise Salz, gemahlener schwarzer Pfeffer und Kümmel sowie etwas Paprikagewürz. Verrühre alles noch einmal und schmecke den Obadzda ab.

Schnapp dir eine kleine Schüssel und richte den Obadzda schön an. Stelle den Obadzda für 2 bis 3 Stunden kalt, dann entfalten sich die Aromen.

Zutaten: Camembert, Butter, Bier, Schnittlauch, Schalotte, Salz, schwarzer Pfeffer, Kümmel, Paprikagewürz

2.

Die fluffige Nussbutter

Statt normaler Butter zauberst du jetzt fluffige Nussbutter – und zwar ohne die Zugabe von Nüssen. Was, Nussbutter ohne Nuss? Ganz genau! Das Geheimnis des Nussaromas liegt in ihrer speziellen Zubereitung. So geht’s:

Stelle zunächst 30 Gramm der weichen Butter beiseite. Schlage die 220 Gramm Butter für ca. 15 Minuten mit einem Mixer auf – ja, du musst geduldig sein, aber es lohnt sich, schließlich soll sie luftig sein. In einer Pfanne bringst du die beiseite-gestellte Butter bei niedriger Hitze zum Schmelzen. An der Oberfläche setzt sich die weiße Molke ab und die Butter verfärbt sich braun – in diesem Stadium nimmst du die Butter vom Herd. Jetzt ist das Nussaroma entstanden: Butter enthält Milchzucker. Wenn dieser karamellisiert, bekommt die Butter feine Röstaromen und einen nussigen Geschmack.

Alles kurz abkühlen lassen. Jetzt gibst du die flüssige Butter zur aufgeschlagenen und vermengst alles, bis eine homogene Masse entsteht. Schmecke die Butter mit etwas Meersalz ab, wenn du magst.

Zutaten: Butter, Meersalz

3.

Die bayerische Brotplatte

Schneide unterschiedliche Brotsorten in Scheiben: Es eignen sich Pumpernickel, Bauernbrot und (selbst gemachtes) Vollkornbrot. Zur Brotzeit gehören klassischerweise auch frische Brezeln. Richte die Brotsorten (auf einer Holzplatte) neben dem Obadzda an. Fülle nun die Nussbutter in einen Spritzbeutel und spritze kleine Butterberge. Wasche die Radieschen und den Rettich und schneide alles in mundgerechte Happen. Mache weiter bei den Gurken: Öffne das Glas Honiggurken und das Glas Gewürzgurken knackig-würzig. Auch Jalapeños und milde Peperoni passen zu deinem Vesper. Verteile nun das geschnippelte Gemüse, die eingelegten Paprikas und die Gürkchen.

Zutaten: Rettich oder schwarzer Rettich, Brezeln, Bund Radieschen, verschiedene Brotsorten (Vollkornbrot, Graubrot, Pumpernickel), Honiggurken, Jalapeños, Milde Peperoni, Gewürzgurken

Zutaten:

Zutaten für den Obadzda:

  • 200 g Camembert (60% Fett)
  • 50 g Butter
  • 40 ml Bier, z.B. Weißbier
  • Schnittlauch
  • 1 Schalotte
  • Gewürze: Salz, schwarzer Pfeffer, Kümmel, Paprikagewürz

Zutaten für die fluffige Nussbutter:

  • 250 g Butter
  • etwas Meersalz

Zutaten für die Vesperplatte:

Die klassisch bayerische Brotzeit kommt zu dir nach Hause

Was kann man aus alten Käseresten machen? Aufwerten, statt wegschmeißen! So haben es früher auch die Bauern gemacht: „Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon“ – zack, so war der Obadzda entstanden, den wir heute als bayerische Käsespezialität kennen. Verschiedene Käsesorten werden zerdrückt und gewürzt – deshalb auch der Name „Obadzda“, was so viel bedeutet wie „Vermischter“. In Franken nennt man ihn auch „Angemachter“. Unterschiedliche Rezepte und regionale Kreationen zum Obadzda gibt es mittlerweile viele – eins bleibt jedoch unverändert: Er ist fester Bestandteil der klassisch bayerischen Brotzeit. Aber was gehört noch dazu? Erfahre mehr dazu auf unserer Brotzeit-Specialseite

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