Gewürzgurken-Produktion:
Vom Feld ins Glas

Auf dieser Seite erfährst du, wie wir Gurken anbauen und welchen Weg unsere Gurken zurücklegen,
bis sie bei dir zu Hause sind

Vielleicht hast du auf unseren Seiten schon etwas über unsere Sauerkrautproduktion oder Rotkohlproduktion erfahren – dies kann aber auch die erste Seite sein, die du von uns liest. Unter dem Menüpunkt „Unser Versprechen” erklären wir dir, wie wir Nachhaltigkeit verstehen. Wir setzen auf regionalen Anbau und Produktion in Deutschland. Das gilt natürlich auch für unsere Gewürzgurken (du kannst auch Essiggurken oder saure Gurken sagen). Hast du dich schon mal gefragt, wie sie angebaut werden? Oder wann sie geerntet und dann weiterverarbeitet werden? Wenn du das gerne wissen willst, dann bist du hier richtig. Wir zeigen dir die einzelnen Schritte und beginnen im Gewächshaus. Bist du dabei?

Erst im Gewächshaus, dann auf dem Feld – die junge Gurkenpflanze

Ach ja, die Gurkenpflanze! Sie macht es uns nicht immer leicht, aber durch unsere jahrelange Erfahrung wissen wir genau, worauf es ankommt. Warum wir hier seufzen? Sagen wir es mit den Worten von Günter Hekler, einem unserer Landwirte: „Die Gurkenpflanze ist eine kleine Prinzessin.“ Er meint damit, dass Gurkenpflanzen als empfindlich gelten. Das hat damit zu tun, dass sie im Jungstadium viel Fürsorge in Form von Wärme brauchen. Aber bevor hier ein falscher Eindruck entsteht: Wir lieben es, seit Generationen wirklich gute Gurken in Deutschland anzubauen.

Aber jetzt zu den ersten Schritten: Bevor wir unsere jungen Gurkenpflanzen aufs Feld setzen können, müssen wir die Samen im Gewächshaus aussäen. Dort können wir für gleichbleibende Bedingungen sorgen, was für die Gurkenpflanze enorm wichtig ist. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen etwas nach oben klettern, ziehen wir sie. Zu diesem Zeitpunkt haben sie eine Keimfähigkeit von 95 %. Wenn kleine Pflanzen aus dem Samen entstanden sind, setzen wir sie aufs Feld. Und dann heißt es: hoffen.

So sehr wir auch bangen, dass die Gurkenpflanze im Frühjahr gut durchkommt, so sehr müssen wir rund 50 Tage später aufpassen, dass sie nicht zu schnell zu groß wird. Ernten unsere Landwirte nicht rechtzeitig, schmecken die Gurken zwar noch immer fantastisch – aber sie passen dann nicht mehr ins Glas. In einer warmen Sommernacht kann eine Gurke tatsächlich zwei bis drei Zentimeter wachsen.

Die Ernte: Handarbeit auf Gurkenfliegern

Die Gurke ist ein Saisonprodukt und kann nur in zehn Wochen im Jahr frisch geerntet und verarbeitet werden. Mit besonderer Sorgfalt pflücken Erntehelfer jede einzelne Gurke von Hand, hast du das gewusst? Sie tun das bäuchlings liegend auf einem sogenannten „Gurkenflieger“. Dieses Gefährt trägt seinen Namen zu Recht. Die Maschine hat – wie ein Flugzeug – zwei Flügel, mit denen sie sehr langsam über die Anbauflächen „fliegt”. Auf den Flügeln liegen die Erntehelfer, die so die Gurken am besten greifen können. Gepflückte Gurken legen sie dann auf ein Fließband, das diese auf die Ladefläche eines Anhängers befördert.

 

Übrigens: Kennst du den Begriff "Saure-Gurken-Zeit"?

Hast du dich schon mal gefragt, woher der Begriff „Saure-Gurken-Zeit” kommt? Oft hören wir diesen Ausdruck heutzutage von Geschäftsleuten in Sommermonaten, in denen viele Menschen in den Urlaub reisen und die Geschäfte eher schleppend laufen. Auch unter Journalisten ist der Ausdruck geläufig, denn im Sommer herrscht auch meist Saure-Gurken-Zeit, wenn es in Politik, Wirtschaft und Kultur nicht viel zu berichten gibt (auch bekannt als Sommerloch). Lebensmittel sauer einzulegen war schon früh eine Methode, um sie länger haltbar zu machen. So konnten die Menschen das Gemüse im Sommer für den kargen Winter retten. Und genau das ist die Saure-Gurken-Zeit, nämlich ein Zeitraum, der von Verzicht geprägt ist.

 

Frisch ins Werk – in rund 20 km sind die Gurken da

Schnelligkeit und kurze Wege sind bei der Weiterverarbeitung der Gurkenernte essenziell. Nur dann bleiben die Gewürzgurken im Glas knackig und nehmen den Geschmack des Essigaufgusses intensiv an. Der Großteil unserer Gurken hat eine besonders kurze Reise vom Feld in die Fabrik. Denn die Anbauflächen unserer Landwirte sind nur rund 20 Kilometer vom Werk entfernt. Das ist für uns regionaler Anbau, wie er im Buche steht, oder?

Waschen und sortieren

Nach der Anlieferung in unseren Werken werden die Gurken zunächst sortiert. Eine Vorsortierung der Gurken erfolgt zwar maschinell, die finale Auslese machen wir jedoch selbst.

Mit wachsamem Auge und flinker Hand prüfen wir jede einzelne Gurke auf Größe und Qualität. Danach haben sie sich eine Abkühlung im Wasserbad verdient: Sie werden kistenweise gewaschen. Ein wichtiger Schritt für unser Produkt.

Der Weg der Gewürzgurke ins Glas

Nach der Auslese werden die maschinell mit Spiegelgewürz versehenen Gläser mit Gurken befüllt. Sie rutschen dabei über ein Rüttelblech in die Gläser hinein. Eine Waage sortiert alle gefüllten Gläser aus, die zu schwer oder zu leicht sind. Wir korrigieren die Unregelmäßigkeiten dann per Hand.

Wichtiger Zwischenschritt: Qualitätskontrolle!

Die Qualität unserer Rohware und Gurkenverarbeitung hat oberste Priorität. Und dafür tun wir viel: Während der Produktion werden halbstündlich Proben genommen, Laborwerte gecheckt, Gewichte geprüft, der Aufguss getestet, die Pasteurisation überwacht, Verschluss und Verpackung geprüft. So garantieren wir, dass immer nur beste Ware im Regal landet.

Wie es weitergeht: Essigaufguss und Pasteurisierung

Für den typischen Geschmack bekommen die Gewürzgurken einen Essigaufguss. Danach sorgt ein kräftiger Dampfstoß beim Verschließen der Gläser dafür, dass im Zwischenraum von Deckel und Glasinhalt ein Vakuum entsteht. Du kennst sicher das Geräusch, wenn du zum Beispiel eines unserer KNAX-Gläser öffnest.

Das Pasteurisieren der Gurkengläser sorgt dafür, dass deren Inhalt lange haltbar bleibt. Das Gemüse wird im verschlossenen Behälter schonend erhitzt. Dabei bewahren die Gurken nicht nur ihre Knackigkeit, sondern auch wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Konservierungsmittel kommen übrigens nicht ins Glas – mehr dazu findest du auf unserer Seite über Zutaten, Inhaltsstoffe und Rohwaren.

Auf der Zielgeraden:
Gurken etikettieren, verpacken und einlagern

Was dann noch fehlt, sind Etikettierung, Verpackung und Einlagerung der Gläser unserer Gewürzgurken. All das geschieht vollautomatisiert. Die Einlagerung ist tatsächlich nicht unwichtig, denn es dauert noch mindestens zwei Wochen, bis das grüne Gemüse den vollen Geschmack einer Hengstenberg-Gewürzgurke hat. Aber keine Sorge – keine Gurke landet auf deinem Teller, ehe wir sie nicht mindestens zwei Wochen eingelagert haben.

Du hast nun alle Schritte unserer Gurkenproduktion gesehen – vom Feld bis auf deinen Teller. So entstehen beste regionale Produkte für besten Geschmack. Und wie du diesen Geschmack mit tollen Rezepten in deine Küche bringst, verraten wir dir in unserem Magazin Neue Heimatküche.

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