Küchenhack

Ziemlich heißer Hund: Alles über Hot Dogs

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Herkunft, Zutaten, Zubereitung: Auf dieser Seite steht (fast) alles über Hot Dogs – eines der weltweit beliebtesten Streetfood-Gerichte

Die typischen Zutaten eines Hot Dogs sind schnell aufgezählt: eine Wurst im Weizenbrötchen mit Toppings. That’s it. Bei der Auswahl der Toppings sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Zu den klassischen Toppings zählen süßes Ketchup, saure Gurken, scharfer Senf und knusprige Röstzwiebeln – manchmal auch Sauerkraut. So kennt man den Klassiker. Doch schon lange ist der Hot Dog mehr als das.
Auf dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie über Hot Dogs wissen müssen – zum Beispiel über die einzelnen Komponenten, darüber, welche landestypischen Variationen es gibt – und was dran ist am Hot-Dog-Hype. Vom Brötchen bis zur Röstzwiebel! Ach ja, und wenn Sie Ihr Hot-Dog-Brötchen selber machen wollen, haben wir ein einfaches Rezept für Sie.

Hot Dog Stand

Wer hat’s erfunden? Die (nicht so ganz eindeutige) Hot-Dog-Story 

Es gibt unterschiedliche Erzählungen und Geschichten, wer sein Würstchen wohl zuerst ins Brötchen gelegt hat. Manche sagen, im Jahre 1847 war es Johann Georg Hehner, ein Deutscher Metzgermeister aus Coburg. Andere behaupten, der Hot Dog wurde erst mal 1867 auf Coney Island vermarktet, einer Halbinsel bei Brooklyn, die sich einmal im Jahr zu einem riesigen Freizeitpark verwandelt. Dort hatte der deutsche Migrant Charles Feltman einen kleinen Stand, an dem er Würstchen im Brot mit Toppings anbot – einen Hot Dog, wie wir ihn heute kennen. Schon im ersten Jahr war Feltman damit so erfolgreich, dass er sein Geschäft vergrößerte und sich innerhalb von drei Jahrzehnten ein riesiges Hot-Dog-Imperium mit 1200 Angestellten aufbaute.

Der Hot-Dog-Hype startete an der US-Ostküste

Wer auch immer schneller war, der Hype um die Wurst im Brötchen startete in den 1900er-Jahren so richtig durch. Vor allem an der Ostküste der USA – hier verkauft jetzt nicht nur Feltman Hot Dogs, viele machen es ihm nach und bringen den heißen Snack unters Volk. Die Zahl der (oft) selbst zusammengebauten Imbisswägen wächst rapide und der beliebte Snack verbreitet sich rasant in ganz Amerika. Die kleinen Karren mit rot-weißen Schirmen standen – und stehen heute noch – an jeder Ecke und das nicht nur in New York City. Hot Dogs gehören zu den absoluten Streetfood-Superstars. Besonders beliebt sind sie bei Sportveranstaltungen. Wahrscheinlich, weil sie der perfekte schnelle Snack für zwischendurch sind.

„Der Imbiss im verlängerten Brötchen konnte im Gehen am Strand gegessen werden, als Snack beim Baden oder auf einem Karussell, als Schnullerersatz zur Beruhigung schreiender Kleinkinder dienen oder einfach an Ausflügler verkauft werden. Das Ganze ohne Teller und Messer und Gabel.“

Hot Dogs in Deutschland

Ende der 1970er haben die Deutschen in der DDR eine Wurst im Brötchen mit Ketchup angeboten: die Kettwurst. Der Name setzt sich aus den Komponenten zusammen, nämlich Ketchup und Wurst. Hierbei wird ein längliches Brötchen auf einen Metallzylinder gestülpt und schließlich eine mit Ketchup umhüllte Wurst in den dort entstandenen Hohlraum gesteckt.
Doch Hot Dogs in Deutschland haben sich weiterentwickelt und so findet man sie mittlerweile auf jedem Streetfood-Festival in den Metropolen des Landes. Vom Klassiker über die verrückteren Variationen mit Bisonwurst, Pastinaken-Kartoffel-Stroh und Erbsensprossen bis hin zum Hot-Dog-Hawaii.

Hot Dog Hawaii

Ein Hot-Dog-Brötchen muss fluffig sein

Weiche, lockere Struktur, leicht süßlich, fast wie ein französisches Brioche – genau das sind die Eigenschaften, die ein Hot-Dog-Brötchen ausmachen. Im Prinzip das Gleiche wie ein Hamburger-Brötchen, nur schmal und lang. In fast jedem Supermarkt sind sie zu finden, doch am besten schmecken sie frisch aus dem Ofen, noch leicht warm. Probieren Sie doch einfach mal diese leckeren Hot-Dog-Brötchen zu Hause nach zu backen!

So machen Sie Ihre eigenen Hot Dog Brötchen

Hot-Dog-Würstchen: gegrillt oder gedämpft? 

Wir kennen und lieben die Variante der im Wasser gesiedeten Frankfurter Wurst. Eine knackige Hülle, saftig im Inneren mit feiner Würze – genau so muss ein Hot-Dog-Würstchen schmecken.
Die Amerikaner sind da etwas anderer Meinung und mögen starke Röstaromen vom Grill, deshalb findet man in den USA vermehrt gegrillte Würste im Hot Dog. Ganz ausgefallen lieben es die Dänen: Deren Würstchen sind rot eingefärbt. Ein bisschen weiter unten im Text steht, warum. Zum Glück gibt es kein Hot-Dog-Würstchen-Gesetz – und Sie können mit gutem Gewissen ihren Hot Dog auch als rustikale Variante mit Graubrot und einer italienischen Salsiccia in Speck gewickelt essen. Fast alles ist erlaubt.

Bratwurst oder gedämpfte Wurst für den Hot Dog?

Die klassischen Hot-Dog-Toppings: Gewürzgurken, Röstzwiebeln, Senf und Ketchup

Gewürzgurken
Zu einem klassischen Hot Dog gehören süß-saure Gewürzgurken. In kleine Würfel geschnitten sind die Hot Dog Gurken ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Hot-Dog-Komposition. Sie sorgen für Frische und Knackigkeit im Brötchen.

Röstzwiebeln
Eine süße, leicht salzige Zwiebel, im Fett knusprig ausgebacken und mit dezenter Paprika-Note – lecker. Genau so schmecken Röstzwiebeln. Klar können Sie Röstzwiebeln fertig im Supermarkt kaufen, doch selbst gemacht ist das Ergebnis unschlagbar. Es ist ganz einfach: Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden. Anschließend mit Salz und Edelsüß-Paprika würzen, mit Mehl bestäuben und frittieren.

Senf
Die leichte Schärfe verleiht dem Hot Dog den nötigen Kick. Senf & Wurst gehören einfach zusammen, das ist wie Fish & Chips, nur besser. Denn nicht nur die Farbe ist toll. Senf hat zudem eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.

Tomatenketchup
Ein fruchtig-würziges Ketchup darf auf keinem Hot Dog fehlen.

Rød pølse: Warum haben dänische Hot Dogs eine rote Wurst?

Wer zum ersten Mal in Dänemark einen Hot Dog bestellt, dürfte sich über die ungewöhnliche Farbgebung der Wurst wundern. Sie ist rot. Und nicht fleischfarben rosarot – nein, eher so rot wie die Nase eines Clowns. Dieser krasse Farbkontrast im Brötchen schmeckt nicht so künstlich wie erwartet. Die Dänen färben den Naturdarm mit roter Lebensmittelfarbe und das Innere schmeckt wie eine übliche Brühwurst. Sie nennen diese Spezialität „Rød pølse“, was übersetzt „rote Wurst“ bedeutet.
Warum sie das machen? Nach einer Theorie haben die Dänen in Zeiten der Weltwirtschaftskrise zum Ende der 1920er minderwertiges Fleisch rot eingefärbt, um die Ware zu markieren und an die ärmere Bevölkerung zu verkaufen. Das mit der Qualität hat sich natürlich geändert, doch die Farbe ist geblieben. Die Wurst im weichen Brötchen „toppen“ die Dänen meist mit Gewürzgurken, Röstzwiebeln, gehackten Zwiebeln, Senf, Ketchup und Remoulade. Aber bitte keine Mayonnaise, diese reicht man in Dänemark nur zu Pommes Frites.

Warum das schwedische Möbelhaus Hot Dogs anbietet

In Dänemarks Nachbarland Schweden hat die größte Möbelhauskette der Welt Hot Dogs zum prominenten Nebendarsteller gemacht. Nach einem Einkauf durch das Labyrinth des Möbelhauses sind Sie endlich an der Kasse angekommen. Aus dem geplanten Sofakauf wurde nichts, stattdessen haben Sie Teelichter, Glühbirnen, einen kleinen Zitronenbaum und Tischsets im Wagen. Die Kinder sind müde, quengelig und haben Hunger. Sie haben bezahlt – und dann ist da dieser Hot-Dog-Stand. Eine clevere Strategie, um dem Einkauf einen schönen Abschluss zu geben – Hot Dogs machen glücklich und für viele Besucher ist die Kombination aus Möbelkauf und Hot Dog ein Muss. Manche gehen sogar extra nur wegen der Hot Dogs dorthin.

3 Hot-Dog-Varianten aus 3 verschiedenen Ländern

Cachorro quente

Ab nach Brasilien

Rio de Janeiro – eine der Streetfood-Metropolen schlechthin. Auch hier findet man Hot Dogs an vielen Straßenecken der Stadt und nach einem Água de Côco, dem Saft der noch grünen Kokosnuss, schmeckt der Snack gleich doppelt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in den Toppings. In einem Bett aus cremigem Kartoffelpüree liegt das heiße Würstchen, darauf kommen knackige Erbsen, Mais, knuspriger Speck, würziger Käse und frischer Koriander. Das Ensemble wird gekrönt von einer fruchtig-scharfen Würzsauce aus gehackten Tomaten, Zwiebeln und Chili-Schoten, der sogenannten Pico de gallo.

 
Bosna
Bosna

Die Österreicher und ihr Bosna

Die klassischen Zutaten für eine Bosna sind zwei kleine Bratwürste, ein aufgeschnittenes Weizenbrötchen und eine scharfe Sauce aus Zwiebeln, Senf und einem pikanten Gewürz, meist eine Currymischung. Oft wird statt Senf auch Ketchup verwendet und für eine pikante Note geben die Österreicher Chilipulver oder Cayennepfeffer dazu. Die Bosna gibt es in vielen Variationen: Von der Jägerbosna mit Hirschwurst anstelle der Bratwurst über die Kafka-Variante mit Käsestückchen im Würstchen bis zur Teufelsbosna mit Cocktailsauce und frischem Chili. Äußerst beliebt ist auch gehackte Petersilie zum klassischen Bosna-Rezept. Den Namen erklären sich Sprachwissenschaftler damit, dass man die Bezeichnung bosnisch in Österreich mit stark gewürzten und eher scharfen Speisen in Verbindung bringt.

 
Corn Dogs
Corn-Dogs

Auch ein Hot Dog: Corn-Dogs aus den USA

Die aus den USA stammenden Corn-Dogs sind Würstchen im Teigmantel am Holzspieß. Anders als bei den klassischen Hot Dogs, die im Weizenbrötchen serviert werden, taucht man bei den Corn-Dogs das Würstchen in einen dickflüssigen Teig. Dieser Teig enthält zusätzlich Maismehl und schmeckt leicht süßlich. Die Teighülle wird in heißem Fett ausgebacken – der Geruch erinnert an frisch geröstete mexikanische Tortillas. Darüber werden Ketchup und Senf im Zickzackmuster nappiert und fertig ist der heiße Snack.

 
 

Jetzt wird es ausgefallen: Laugen-Hot-Dogs mit grober Bratwurst und Blumenkohl-Haferflocken-Crumble

Mit dieser und anderen Variationen – zum Beispiel einem Laugen-Hot-Dog hört die schmackhafte Erfolgsgeschichte des Hot Dogs nicht auf und er erfreut sich einer wachsenden Fangemeinde. Es gibt sogar spezielle Hot-Dog-Veranstaltungen: Beim jährlichen internationalen Hot-Dog-Wettessen in New York kann derjenige, welcher die meisten Hot Dogs innerhalb von zehn Minuten essen kann, den „gelben Senfgürtel“ gewinnen. Den Weltrekord hält Joey Chestnut mit 72 verspeisten Hot Dogs. Zweiundsiebzig.

Warum heißen Hot Dogs eigentlich Hot Dogs?

Zur Namensentstehung des Hot Dogs gibt es verschiedene Geschichten. Bruce Kraig, Historiker und emeritierter Professor der Roosevelt University in Illinois, vermutet: „Der Spitzname Hot Dog stammt von Witzen über die kleinen, länglichen Hunde mit ihren kurzen Beinen.“ Denn viele Metzgereien hatten einen Dackel als Haustier und diese längliche Form des Körpers erinnerte wohl an eine Wurst. Eine andere Definition erzählt, dass damals um 1895 gemunkelt wurde, in der Wurst sei Hundefleisch mitverarbeitet. Wie der Name aber letztendlich entstanden ist, lässt sich nicht mit Sicherheit nachvollziehen, alle Erklärungsversuche bleiben Mythen.

Egal ob als Fast-, Street- oder Slowfood: Hot Dogs gehen immer und werden immer beliebter. Probieren Sie doch mal verschiedene Hot Dogs aus. Hier geht’s zu den Rezepten.

 
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