HINTER DEN KULISSEN

Männlein, Weiblein und Jungfernfrüchtigkeit

 
  1. #Gurken

Willkommen Blüte

Gurkenblüte

Sie ist da: zart, gelb und schön. Die erste Blüte an einer unserer Gurkenpflanzen. Wir hätten zu Beginn unseres Gurken Gardening-Projekts nicht gedacht, dass wir uns einmal so darüber freuen. Wir sehen es nun förmlich vor uns, wie wir bald die ersten Gurken ernten werden. Theoretisch zumindest…

 

Ausflug in die Botanik

Um zu verstehen, warum eine Gurke blüht, müssen wir einen Ausflug in die Botanik machen. Gurken, zählen ja zu den Kürbisgewächsen und sind einhäusig (der Fachmann spricht auch von „monözisch“). Das bedeutet, dass an einer Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Blüten wachsen. Zweihäusig dagegen bedeutet das Gegenteil: An einer Pflanze wachsen nur männliche oder nur weibliche Blüten. Der Bezeichnung nach würde man es wohl eher andersherum vermuten… Aber das haben sich ja schließlich schlaue Köpfe ausgedacht!

Männlein oder Weiblein?

Welches „Geschlecht“ die Blüte hat, ist in der Regel klar erkennbar. An jungen Pflanzen wachsen zuerst männliche Blüten. Später auch die weiblichen. Die weiblichen erkennt man besonders gut an den Fruchtansätzen. Die männlichen dagegen wachsen „direkt aus dem Stängel“ ohne eine Art Fruchtansatz zwischen Stängel und Blüte. Die weibliche Blüte gilt es zu befruchten. Und zwar mit Blütenstaub aus den männlichen Blüten. Dies erledigen in der Regel Insekten. Nicht nur Bienen, sondern auch Käfer und anderes Kleintier krabbelt in die männlichen Blüten, bringt etwas Blütenstaub am Körper mit heraus und transportiert diesen zu den weiblichen Blüten.

Und: Ja, Sie haben richtig gelesen, die Gurke wird in dem Falle als Frucht bezeichnet. Als Frucht wird alles bezeichnet, was aus einer Blüte hervorgeht und einen geschlossenen Fruchtknoten besitzt.

Was tun, wenn aus der Blüte keine Frucht wird?

Wenn Ihre Gurkenpflanze viele Blüten ohne Fruchtansatz hat, ist dies kein Grund zur Panik. Abhilfe können Lockmittel schaffen: Einfach Insektenpflanzen  in der Nähe ihrer Gurkenpflanze aufstellen und so hoffentlich Insekten anlocken, die dann die Bestäubungsarbeit übernehmen.

Notfalls können Sie auch selbst nachhelfen: Greifen Sie zu einem feinen Haarpinsel,  nehmen Sie aus den männlichen Blüten ein paar gelbe Staubkörnchen und geben diese anschließend in die weiblichen Blüten.

Gurkenfrucht

Wie läuft das bei den Profis?

Unsere Gurkenexperten sparen sich den Aufwand der Bestäubung. Denn durch jahrelange Züchtung gibt es mittlerweile auch einige parthenokarpe Gurkensorten. Übersetzt bedeutet das Jungfernfrüchtigkeit. Pflanzen dieser Art müssen nicht bestäubt werden, um eine Frucht zu bilden. In der Regel bildet auch jede unbestäubte Blüte eine Frucht aus. Ein weiterer Vorteil: Diese Sorten bilden in der Frucht keine Samen aus.

 

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