HINTER DEN KULISSEN

Gurken SOS

Gurkenpflanze mit Sonnenbrand
 
  1. #Gurken

Hilfe für die Pflänzchen

Vor Kurzem sind unsere Gurken-Pflänzchen vom Anzuchthäuschen ins Stelzenbeet umgezogen. Unseren grünen Schützlingen scheint es im neuen Zuhause und unter freiem Himmel aber noch nicht sonderlich zu gefallen. Seit ein paar Tagen sind die Blätter blass-gelblich und lassen sich ziemlich hängen. Mit unserem Gurken SOS Plan wollen wir die Pflänzchen retten.

Daher haben wir unseren Anbauexperten, Herrn Adrian Poppe befragt:

Was haben wir falsch gemacht?

„Eigentlich gar nicht so viel – die Gurkenpflanze ist zwar eine sehr empfindliche Pflanze, aber durchaus robust, das heißt sie steckt schlechte Bedingungen eine Zeitlang auch mal weg.“

Was ist denn das Wichtigste beim Gurkenanbau?

„Wichtig sind vor allem zwei Faktoren: Wasser und Standort. Es kommt auf die Kombination an: Haben die Pflänzchen zu viel oder zu wenig Sonne, zu viel oder zu wenig Wasser? Hier die richtige Kombination zu finden ist gar nicht so einfach. Generell mögen es Gurkenpflanzen heiß und kontinuierlich feucht.“

Haben Sie einen Tipp, wie wir unsere angeschlagenen Gurken wieder aufpäppeln können?

„Na klar! Sie stecken aktuell in der Wachstumsphase. In dieser Zeit müsst ihr sie besonders gut bewässern. Insbesondere in der Wachstumsphase sollten sie morgens und abends gegossen werden. Aber ihr müsst unbedingt auch für Ablauf von überschüssigem Wasser – zum Beispiel nach einem kräftigen Sommergewitter – sorgen. Denn was Gurkenpflanzen nicht leiden können: Im Wasser stehen.“

Wie sorgen wir im Beet oder Topf dafür, dass die Gurken nicht im Wasser stehen?

„Ganz einfach: Mit einem kleinen Bohrer ein paar Löcher in den Boden des Stelzenbeets oder Topf bohren. Dann kann überschüssiges Wasser abfließen. Außerdem sollte immer darauf geachtet werden, dass ein Topf auf Ton-Füßen o.ä., also mit Abstand zum Boden steht.“

Und Faktor Sonne: Stimmt es, dass Gurken Sonnenbrand bekommen können?

„Ja, das stimmt. Gurkenpflanzen mögen die Sonne und kommen mit einem sehr sonnigen Standort gut zurecht. Aber Achtung: Ist es über längeren Zeitraum trocken und sonnig, wie es z.B. im Sommer 2018 war, können die Blätter verbrennen. Die Pflänzchen bekommen dann sprichwörtlich Sonnenbrand. Dann die Pflanzen etwas schattiger stellen oder mit einem Segel schützen. Besonders junge Pflanzen vertragen weniger Sonne! Diese sollten auf jeden Fall mit einem Sonnensegel geschützt werden, bis sie größer sind.“

Haben Sie sonst noch einen Insider-Tipp für uns?

„Pflanzt Gurken nicht zu dicht beieinander, denn sie brauchen Platz. Besonders, wenn es jetzt im Sommer warm wird, wachsen die Pflanzen sehr schnell. Wenn nicht genügend Fläche zur Verfügung steht, können Rankhilfen eingesetzt werden. Hierfür eignen sich grobmaschige Arten von Zäunen gut. Wichtig hierbei ist, dass die Stängel unversehrt bleiben und die Blätter Richtung Sonne ausgerichtet werden.“

Müssen wir unsere Pflänzchen düngen?

„Die Nährstoffversorgung ist ganz wichtig! Unsere Gurken auf der Dachterrasse leiden aktuell an zu viel Stickstoff und zu wenig Calcium. Mein Tipp ist ein altes Hausfrauenrezept: Brennnesseln sammeln und zwei Tage einweichen, das Wasser dann zum Gießen verwenden.“

 

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