Bei dem Antioxidationsmittel E 224 handelt es sich um eine Schwefelverbindung. Sie wird eingesetzt, um zu verhindern, dass sich im Essig eine sogenannte Essigmutter bildet. Dies ist eine Ansammlung von Essigsäurebakterien, welche sich als gallertartige Masse zu erkennen gibt.
Essigsäurebakterien kommen natürlicherweise in der uns umgebenden Luft vor. Eine angebrochene Essigflasche, die nicht mehr vor dem Zutritt durch Luft abgeschirmt ist, kann nach längerer Lagerzeit eine derartige Essigmutter aufweisen.
Eine Essigmutter ist gesundheitlich unbedenklich und kann mit einem Kaffeefilter problemlos abgefiltert werden.
Das optische Erscheinungsbild des Essigs wird jedoch negativ beeinflusst. Da das Auge einen entscheidenden Einfluss hat bei der Kaufentscheidung, haben wir uns entschlossen, vorbeugend ein Antioxidationsmittel einzusetzen.
Bezüglich eventuell aufkommender Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen bei dem Verzehr eines Essigs mit dem obengenannten Zusatzstoff möchten wir noch folgendes anmerken:
Bevor ein Zusatzstoff bei der Herstellung eines Lebensmittels eingesetzt werden darf, muss er viele Hürden überwinden. Nur Zusatzstoffe, deren Zusammensetzung und Reinheit bekannt und die vollständig geprüft sind, werden zugelassen.
Viele Substanzen, synthetische und natürliche, könnten dann bedenklich sein, wenn sie in größeren Mengen verzehrt werden. Zusatzstoffe werden allerdings in sehr geringen Mengen eingesetzt. Sie machen meist sehr viel weniger als 1 % des Lebensmittels aus, dem sie zugesetzt sind.
Alle in Deutschland und in der Europäischen Union verwendeten Zusatzstoffe müssen sicher sein. „Sicher“ heißt: Sicher innerhalb der erlaubten Mengen und Verwendungsbedingungen nach gegenwärtigem Stand der Erkenntnis und sicher für den gesunden Verbraucher.
Um die für den Menschen sichere Einnahmemenge eines Zusatzstoffes, also die Menge, die ein Leben lang ohne Risiko für die Gesundheit verzehrt werden kann, zu finden, suchen Wissenschaftler in gezielten Versuchen am Tier unter Berücksichtigung eines Sicherheitsfaktors nach der Menge, bei der keinerlei negative Wirkungen zu beobachten sind.